Präsident

Frau G. schaute in ihrem Zimmer eine Berichterstattung über Donald Trump:

„Ah, Donald Trump.“ sagte ich.

„Genau. Der Trampel.“ 

Ü 1,85

Ein Bewohner sprach mich an:

„Ich habe das mal beobachtet: Du bist über 1,85m groß, der Pfleger von der anderen Station auch und sogar der Lehrling.“

„Jetzt wo du es sagst, stimmt.“ antwortete ich.

„Jetzt, genau, gerade jetzt fällt dir das auf. Meine Theorie: wenn hier mal der Aufstand los geht werden wir Bewohner trotzdem verlieren. Der Chef stellt die Mitarbeiter nach Größe ein! So sieht das nämlich aus.“ erklärte er mir.

„Aber welche mit dem Stock und einen Schlag an den Nacken könnte ich dir bei einer Revolte auch bei einer Größe von 1.60m geben. Doch, bestimmt!“ überlegte ich laut.

„Dann muss ich meine Theorie nochmal überdenken. Recht haste ja.“ 

Mal sehen was seine nächste Überlegung sein wird.

24.12.2016

Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest!

Mond

„Sind wir auf dem Mond?“ fragte mich ein Bewohner.

„Hier? Manchmal schon, kommt mir dann so vor.“ sagte ich.

„Kerl, nu rede vernünftig!“ giftete er.

„Ja, sind wir.“ sagte ich.

„Geht doch.“ 

Richtig, Herr Apollo.

Frühstück

„Ey, hol ma noch Kaffee hier!“ rief ein Bewohner im Speisesaal mir zu.

„Wie heißt das Zauberwort?“ fragte ich.

„KAFFEE!“

Genau! 

Walz

„Herr Frisörmeister, ich brauche kurz Hilfe!“

Ich wusste es, der Bewohner redete mit mir…..

Driver

Angehörige können auch nach Feierabend einen hart arbeitenden Pfleger noch nerven.

Ich war auf dem Weg zum Parkplatz, dort ist auch die Zufahrt zum Krankenhaus. Pflichtbewusst wartete ich bis kein Auto kommt und wollte gerade über die Straße gehen als plötzlich ein Schwedenkombi nochmal Vollgas gibt  und  das Lenkrad einschlägt um mich von der Straße zu fegen. Ich könnte gar nicht so schnell reagieren, blieb wie angewurzelt stehen, das passierte auch alles in wenigen Sekunden. Kurz bevor ich auf der Motorhaube landete lenkte der Fahrer zur Seite und blieb vor mir stehen, die Seitenscheibe ging runter:

„Ey Sven, du bewegst dich ja in der Freizeit genau so viel wie auf Arbeit, da muss sich aber was ändern!“ lachte der ach so sympathische Sohn einer Bewohnerin und fuhr dann blöde grinsend davon.

Ah, mal sehen. Irgendwann möchte er einen Kaffee haben wenn er bei seiner Mutter ist.

Kaffee inklusive Abführmittel, Toilette abschließen, Windel teuer zum Verkauf anbieten.

So etwas traut er mir auch zu, der würde im Leben dann keinen Kaffee mehr trinken wenn ich ihm meinen Plan erzähle.

Mir fällt noch was ein. Werde berichten.