Wie finde ich ein gutes Altenheim?

Ja, genau, wie finde ich das eigentlich? 

Oma oder Opa in ein von außen ansprechendes Heim bringen?

Nah am eigenen Wohnort? Oder doch so weit weg wie nur möglich?

Bekannte fragen?

Recherche der vergebenen MDK Noten an die ausgewählten Heime?

Alles Blödsinn.

Ich würde so vorgehen:

Sich 30-60 Minuten Zeit nehmen, ein ausgewähltes Heim aufsuchen, mit Bewohnern reden wie es denen gefällt.

Mitarbeiter ansprechen und fragen.

Hören, wie Mitarbeiter mit den Bewohnern reden, wie die Stimmung im Heim ist.

Andere Angehörige, die dort zu Besuch sind, fragen.

So erhält man in kürzester Zeit viele wichtige Informationen.

Selbstverständlich muss dem möglichen neuen Bewohner das Haus auch gefallen.

Wenn ich Ratschläge per Twitter für gute Heime in der Stadt XY lese wird mir schon anders. Fünf Leser empfehlen das -Haus Fußschweiß-  und da kommt „Oma dann rein?“. Funktioniert so niemals.

Vielleicht helfen diese kleinen Tipps ja ein wenig bei der Heimauswahl.

Ich habe das so selbst zwar noch nicht erlebt, würde es als Mitarbeiter aber total gut finden solche Angehörigen im Haus zu treffen.

17 Antworten zu “Wie finde ich ein gutes Altenheim?

  1. Habe ich auch festgestellt.
    Ein Freund von mir musste in ein Pflegeheim und sein Bruder hatte ein Heim ausgesucht, dass ich rein von der Optik her am liebsten rückwärts wieder verlassen hätte.
    Trotzdem war da alles unheimlich toll und sogar ich als Besucher habe mich dort wahnsinnig wohl gefühlt und mit einigen Leuten (Personal, Angehörige, Bewohner) tatsächlich bis heute anhaltende Freundschaften begonnen.
    Umgekehrt hatte ich dann, als der Freund die Stadt wechseln wollte, etwas für ihn ausgesucht.
    Sieht unheimlich toll aus, aber er will da schnellstmöglich wieder weg und ich gehe da auch nur sehr ungern hin, weil die Atmosphäre einfach nicht stimmt und das Personal merkwürdig bis unsympathisch ist.
    Vom Chefchen gar nicht erst zu reden, an dem liegt es ja, dass sich weder Personal noch Bewohner dort wohlfühlen können.

    Man darf sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen, wenn es um eine so wichtige Entscheidung geht.

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  2. Grunpflege . . Jeden Tag oder nur 3 mal in der Woche?
    ? Bewohner in einem Wohnbereich . . Personalschlüssel an Wochenden, Spätschicht
    Nachtdienst . . ? Personal pro Wohnbereich, Stockwerk . .
    ? lange Reaktionszeit zwischen Stuhl in Windel und Wechsel der Windel . .
    ? ausgebildete PflegerInnen, Pflegehilfskräfte, ungelernte Kräfte . . .
    Und last but not least . . das Personal fragen ob sie in diesem Heim wohnen würden . . .

    Und Jeder vom Pflegeteam würde diese Fragen ehrlich und wahrheitsgemäß beantworten . . .

    Träumt weiter . . .

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  3. Gesunder Menschenverstand, kombiniert mit Bauchgefühl … Gibt’s nicht als APP.😀

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  4. Klar einfach das Personal oder die Bewohner fragen?! Jeder der mit Menschen zu tun hat, weiß wie individuell persönliche Empfindlichkeiten und Animositäten sein können. Und gerade bei unseren Alten. Da vermischt sich Vergangenheit mit Phantasie; Realität und Bosheit. Derjenige, der Alkohol reinschmuggelt ist gut und der, der jedem die Kacke wegputzt und den Pflegling baden muß, ein Ekel. Der, der darauf achtet, daß Diäten und Medikamente genommen werden ist ein „Ur-Gfrast“, der einen mißhandelt und umgekehrt.

    Und das Personal wird zugeben, daß es die Bewohner vernachlässigt. Der Besucher, der seit Monaten nicht mehr für Papi & Omi zahlt usw., wird Lobeshymnen singen, weil er Rechtsstreitigkeiten mit dem Haus hat.

    Und als Hausfremder hat man freien Zutritt und kann Unregelmässigkeiten entdecken?! Da würde ich niemanden reingeben. Man soll als Bewohner Ruhe und Pflege haben. Das ist doch kein Zoo bzw. so dämlich ist kein Betreiber?!

    Am besten mit dem Hausarzt oder der Krankenkasse reden. Selbst wenn man die Erlaubnis hat, sich umzusehen, wird man kaum was negatives zu sehen bekommen. Heute kann man bereits im WWW googeln; ansonsten ist das Glückssache oder Bauchgefühl.

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    • Natürlich kann man als „Hausfremder“ sehen wie es in dem Haus läuft. Klar, bei der Pflege werden die Besucher wohl nicht im Zimmer sehen.
      Warum sollte man sich nicht umschauen dürfen?
      Bewohner brauchen Ruhe? Ja, die „Hausfremden“ werden da auch so viel Krach und Terror machen. Wenn man sich als interessierter Angehöriger nicht umschauen darf, DANN würde ich einen Bogen um das Haus machen.
      Jau, Krankenkasse und Hausarzt. Die würde ich als letztes nach einem geeigneten Heim fragen.

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  5. Ich denke, es durchaus sinnvoll, vorher mit Bewohnern und eventuell auch Pflegepersonal zu sprechen. Wir haben das Glück, dass unsere Schwester im Pflegebereich tätig ist (wenn auch nicht in der Altenpflege). Sie kennt viele verantwortliche Menschen hier und alle Gerüchte und Geschichten.
    Wenn man mit Pflegern und auch Bewohnern spricht, sollte man nicht außer acht lassen, dass die Situation sich ändern kann. Das Personal wechselt sehr häufig, ein neuer Geschäftsführer: schon ist alles anders.
    Mein Vater ist schon seit mehr als 5 Jahren in dem Heim. Wenn er, vor allem zu Beginn, nicht zufrieden war, dann lag das auch daran, dass er mit seiner gesamten Lebenssituation (Rollstuhl, auf Pflege angewiesen usw.) nicht zufrieden war. Heute fühlt er sich wohl. Für ihn ist die Ruhe, die mittlerweile gute Beziehung zu allen und die Nähe zum Supermarkt das wichtigste positive an dem Heim:
    Schlimm sind doch auch die Mitbewohner, die teilweise halb dement und „schwierig“ sind. Dem kann man in keinem Heim entgehen.
    Und wirklich „ausreichend“ Pflegepersonal kann sich doch heute kaum ein Mensch leisten.

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  6. #Henning
    Genau davon habe ich mich leiten lassen um ein Heim für meine Mutter zu finden. Von 50 Heimen sind vor 4 Jahrem 4 Heime übriggeblieben. Wie dieser Prozeß stattfand kannst Du auf meinem Blog „Leben im Alter“ nachlesen.

    Mittlerweile wohneLebe ich selbst (VollzeitPflege) in einem Pflegeheim. Es ist das 3. Heim in dem ich jetzt lebe, das Heim in dem auch meine Mutter lebt. Das Pflegeteam ist bis auf 2 „Arbeitnehmer“ ausgesprochen nett. Ich werde mit Respekt und Würde behandelt was besonders wichtig ist wenn man was den Stuhlgang betrifft in Windeln kackt und man auf Hilfe angewiesen ist, wichtig ist. Ich habe es auch anders erlebt.
    Schwierig wird es allerdings dann wenn man die eine oder andere Routine ablehnt. Selbständigkeit. seine eigene Verantwortung für sich beizubehalten – dadurch paßt man nicht in den Ablauf – kann zu Spannungen führen.

    Vorher habe ich den Prozeß „Kurzzeit – und Verhinderungspflege durchlaufen. Auch darüber habe ich kurz auf meinem Blog etwas geschrieben.

    Bemerkenswert ist des Niemand von den div Pflegeteams die ich kennengelernt habe in einem Heim leben würde.. Insofern ist der Ausdruck „Gutes Heim“ völlig unangebracht. Selbst oder besonders dann wenn man bei klarem Verstand ist.

    Gibt es so etwas wie ein gutes Heim im Kontext wie man es von zu Hause gewohnt ist zu leben. Ja. Solche Heime sind jedoch für Max Mustermann idR unbezahlbar.

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  7. Ja, Empfehlungen von Ärzten und Krankenhaus, Bauchgefühl, langes Gespräch mit der Leiterin und Besichtigung des Heims haben bei der Entscheidung geholfen. Mutter lebt nun dort seit 4 Jahren in einerm relativ kleinem Haus (63 Bewohner), bisher ist mir nichts negatives zu
    Ohren gekommen. Alles läuft wie es sein soll. Pflege, Essen, Wohnen und auch die vielen Aktivitäten. Hätte ich mir nie träumen lassen, dass man auch im Heim so gut leben kann. Selbst Kino, Zoo, Weihnachtsmarkt, Sommerfest und Städtereisen sind drin.

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  8. Seit 4 Jahren wohnt meine Mutter in einem Heim. Das Verhältnis zum Pflegeteam des Wohnbereiches war und ist sehr gut. Gleiches gilt für die Pflegedienstleitung, dem Team der Betreuung bzw Alltagsbetreuung etc pp.

    Seit März diesen Jahres war es klar das, da eine Pflege zu Hause in meiner Wohnung für mich inakzeptabel war, ein Platz im gleichen Heim in dem meine Mutter liegt für mich in Frage kommen würde. „Restfamilie = Family Reunion“.😉

    Mir war bewußt dass das gute Verhältnis zu Teilen der Leitung auf einer anderen Ebene stattfinden wird. Augenhöhe wäre dann nicht mehr möglich.
    Mittlerweile lebewohne ich seit 3 1/2 Wochen im gleichen Heim aber auf einem anderen Wohnbereich. Obwohl das Thema „Alter“ seit Jahren für mich ein Thema war und ist und obwohl ich mir der politischen Rahmenbedingungen Pflege Pflegekasse etc bewußt bin . . . der/mein Alltag nehme ich jetzt entsprechend dieser „Bedingungen“ wahr.

    „Der Beruf eines PflegersIn, bewegt sich in einem Spannungsfeld, dessen Grat i.e. „Körperverletzung unterlassener Hilfeleistung“ sehr oft schmaler als die Klinge eines japanischen Küchenmessers ist.“

    Einiges fand und finde ich nach wie vor völlig daneben. Mit dem Rest lebe ich jetzt. Ich hätte nicht gedacht das es für mich so schwer oder turbulent werden könnte wie es im Moment ist. „Zur Zeit Atmosphärische Störungen“ trifft es ganz gut. Mir meine Freiräume innerhalb der pol. Rahmenbedingungen zu bewahren bzw erkämpfen zu ist schlicht und einfach ätzend, anstregend und für mich Energie vergeudent.

    So gibt es in keinem Heim in Fankfurt Internettanschluß in den Zimmer. #SIMKARTE #fuckingTeuer. Das hier in der Nähe die Telekom n Hot Spot eingerichtet hat wußte niemand.

    „Ich hab nix am Kopp nur an den Beinen/Füßen = Polyneuropathie, Muskelschwund, liege 24/7 auf dem Rücken

    Tenor in den meisten Heimen“
    Zitat
    Ja wir wissen das immer mehr Menschen zu uns kommen werden und wir uns dieser Herausforderung = Internettanschluß stellen müssen“ #bedröpelteGesichter #Neuland
    Zitat Ende

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  9. Genauso habe ich meinen Arbeitsplatz in diesem Bereich gefunden. Raushören, in mich reinhören, Augen auf, Gefühl setzen lassen und ja gesagt oder eben nein.

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  10. Hallo!
    Kann deine Schwierigkeiten ein gutes Altersheim zu finden sehr gut nachvollziehen. Als ich vor einem halben Jahr für meine Eltern, beide um die 90 Jahre alt, nach einem passenden Altersheim gesucht habe habe ich erst mal gestaunt wieviele verschiedene Möglichkeiten es gibt. Dazu kommen noch die verschiedenen Möglichkeiten für betreutes Wohnen da kann man schon mal leicht den Überblick verlieren.

    liebe Grüße Amanda

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