Schnelle Schritte

Ich telefonierte mit dem Sohn einer Bewohnerin, sie ist gesundheitlich etwas angeschlagen, geistig voll auf der Höhe. Nach einigen Minuten kam das Thema Patientenverfügung:

„Du, Mama hat zwar keine Patientenverfügung, trotzdem wollen wir keine Maßnahmen, die ihr Leben verlängern falls mal was sein sollte.“ sagte er.

„Jau, wie soll das funktionieren falls wir wirklich mal den Doc anrufen müssen, das musste mir erklären.“ sagte ich.

„Na, man kann ja einen Schritt langsamer gehen, verstehst mich schon.“ war die Antwort.

Vielleicht könnte man das mal vorher mit Mama klären. Falls sie überhaupt etwas von den genialen Ideen weiß die der Sohn ausbrütet.

21 Antworten zu “Schnelle Schritte

  1. WOW
    Ich kann dazu weder was sagen noch liken nur WOW

    Gefällt 1 Person

  2. Dabei hat Mama sicher alles gegeben! Und die Verantwortung wird weg geschoben.

    Gefällt 1 Person

  3. Toll, toll, toll. Angehörige, die sich richtig was gedacht haben bei dem, was sie so absondern.

    Gefällt mir

  4. Ja, natürlich kann man einen Schritt langsamer gehen. Am Ende ist die gute Mama dann perdu, der doofe Pfleger war Schuld und für Sohnemann ist es dann eine win-win-Situation.

    Cleveres Bürschchen, muss man schon sagen!

    Gefällt 3 Personen

  5. Das sind dann nur Verwandte, wenn s ans Erben geht. Gruselig!

    Gefällt 1 Person

  6. Offenbar gibt es immer noch Leute die meinen, an der Heimtür werden beim Einzug automatisch erst einmal die persönlichen Rechte abgegeben. Ist ja ein Heim und da laufen Do viele komische Leute Rum, ist doch klar.😦
    Wenn Mama noch fit im Kopf ist, dann darf sie bei Euch hoffentlich immer noch selbst entscheiden.

    Gefällt mir

  7. Dem Filius sollte man wenn er nach dem Pflichtbesuch schnellen Schrittes die Einrichtung verlässt ein Bein stellen,kann ja mal passieren so was………… :-O

    Gefällt 3 Personen

  8. Aber liebster Sohnemann,
    Sie wissen doch, geben Sie mir das bitte als schriftlichen Auftrag rein und wir werden es bei der nächsten Fallbesprechung erörtern und ggf.in die Pflegeplanung aufnehmen, dass der nächste Angehörige ein absolut egoistisches, ekelhaftes, erbgeiles Arschloch ist!

    Gefällt 1 Person

  9. Wenn man so etwas hört, graut es einem davor, alt zu werden. Es ist schon schlimm genug, dass man auf die Gunst anderer angewiesen ist – je nach Pflegestufe…. und dann auch noch so etwas.. unglaublich!

    Gefällt 1 Person

  10. Immerhin war er dumm genug, seine Gedanken laut auszusprechen anstatt sich in Geduld zu fassen und beizeiten dafür Sorge zu tragen, dass sein Plan aufgeht.
    Ich like nicht den Vorfall, sondern weil mich freut, dass solche Ungeheuerlichkeiten geteilt werden.

    Gefällt mir

Danke für deinen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s