Krankheit: Wanderlaune

Ich betrete das Zimmer von Frau M.:

„Endlich bist Du da! Ist das schön, da habe ich ja noch Hoffnung! Du bist meine Rettung! Du bist hier! Es ist so wunderbar! Ich freue mich! Früher mochte ich dich nicht…. aber heute sehr. Toll, ich freue mich so.“ strahlt sie mich an.

So werde ich natürlich von jeder Bewohnerin begrüßt, so etwas muss ich ja nun wirklich nicht erklären. 😉

„Was ist los? Kann ich dir irgendwie helfen? Brauchst Du was?“ frage ich.

„Nein! Es ist nur schön dich zu sehen!“ sagt sie und schüttelt wild meine Hand.

Prima, die Dame ist gut drauf, was will man mehr.

Ich verabschiedete mich von der Dame und erklärte ihr sie später nochmal zu besuchen.

Nach einiger Zeit war ich wieder bei ihr:

„Mein Gott, biste immer noch da? Haste noch keinen Feierabend? Musst Du hier immer rumschleichen? Gib mir mal lieber etwas zu trinken und schau mich nicht so dumm an. Ich würde auch mal gerne etwas anderes sehen als dein Gesicht.“ mault sie.

So! DIESE Begrüßung kommt mir dann doch vertrauter vor, so fühle ich mich wohl während der Schicht! Diese Harmonie!

Frauen…. <— passt auch irgendwie immer.

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2 Antworten zu “Krankheit: Wanderlaune

  1. Eben und das völlig altersunabhängig.

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