MDK Einstufung einer Bewohnerin

Kommt der Medizinische Dienst zur Pflegeeinstufung wird vorher ein Zettel mit verschiedensten Daten zur Mobilität usw ausgefüllt.Auch kann der MDK auf die Pflegeplanung oder Berichte etc zurück greifen um sich ein Bild von dem Menschen zu machen. Klar, so etwas lässt sich leicht manipulieren, passiert hier im Haus aber kaum oder gar nicht.
Die Mitarbeiterin des MDK ist nun bei Frau M.:
Laut Akten kann Frau M. gerade mal reden und alleine essen, das war es dann auch schon.Hilfe beim Essen zubereiten, zerkleinern, Toilettengänge, an- und ausziehen,Transfer Bett usw wird alles vom Pflegepersonal übernommen.
Nun wird Frau M. von der Dame befragt:

„Können Sie alleine auf die Toilette?“

„Klar.“

„Anziehen auch?“

„Natürlich.“

Und so weiter.

Kein Blick in die Akten,kein Nachfragen beim Pflegepersonal.

Frau M. wurde in die Pflegestufe 1 eingestuft, absolut lächerlich.

Bei einer anderen Dame war die MDK Mitarbeiterin wieder da,schaute auf den von uns ausgefüllten Zettel und die Bewohnerin kam in Pflegestufe 2.

Wie wird dort eingestuft? Nach Lust und Laune der Mitarbeiter? Auch deswegen ist das System mit den Pflegestufen völliger Mist.

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5 Antworten zu “MDK Einstufung einer Bewohnerin

  1. Wem sagst Du das…
    Demenzkranke werden dabei auch total vernachlässigt. Meine Oma kann nicht mehr kochen aber noch allein essen, jedoch muss ich rund um die Uhr hinter her sein dass sie nicht abhaut oder sonstigen Mist macht. Das wird null berücksichtigt.

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  2. Das Schlimme ist, dass viele MA des MDK selbst in der Pflege tätig waren und eigentlich wissen müßten, wo der Hase lang läuft.
    Bsp. 1: Patient, 67 Jahre, Lymphdrüsenkrebs, braucht in allen AEDL`s Unterstützung, kann außer essen und trinken nichts mehr alleine – Pflegestufe 2
    Bsp. 2: Patientin, 72 Jahre, keine nennenswerten Defizite bei den AEDL`s, lebt den Sommer über selbständig und alleine in ihrem Sommerbungalow im Garten, ebenfalls Pflegestufe 2 – dafür den Sohn als OA im hiesigen KH

    Mehr muss man, glaube ich, nicht sagen.

    Gruß, Mandy

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  3. Der schlimmste Umstand daran ist,dass die ursprüngliche Begutachtung durch den Hausarzt um die 10€ gekostet hat und die Begutachtung durch den MDK mehrere hundert.Genaue Zahlen spart man sich in diesem Fall.Plus die oben genannte Willkür bei der Überprüfung,mal mit,mal ohne Doku oder auch manchmal einfach mündlich..in diesem Sinne gute Nacht!

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  4. Das erinnert mich an den Fall meiner Oma… Da mußte das Mdk 4 mal kommen bis sie Pflegestufe 1 bekam… Bin froh das wir das erstmal hinter uns haben.Kochen kann se nicht mehr,auf Toilette gehn schon und dank Gehhilfe ein paar Meter laufen.
    Die Prüfung wurde auch meist mündlich geführt.Blöd nur das meine Oma kaum was hört und jedes mal einfach nur ja sagt.Die hätten se auch fragen können ob sie Superman ist und sie hätte Ja gesagt… Die Demenz kommt noch hinzu.Aber wieso denn Akten lesen, reicht ja wenn man die Bewohnerin fragt…Leider wurde auch nie ein Termin bekannt gegeben,so das wir hätten dabei sein können.Totale Willkür eben…

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  5. Das System ist nicht Mist, sondern die nicht „schriftlichfestgelegten – sondern mündlichen“ Anweisungen der entsprechenden Vorgesetzten : Sparen, Sparen, Sparen. Ähnliches Gebaren findet auch zu Hause statt. Deshalb war ich immer anwesend wenn der MdK zu den Eltern kam. Dazu kommt die Tatsache das sich alte Meschen überschätzen – schämen bzw sich keine Blöße geben wollen wenn sie einem Fremden eingestehen das sie Hilfe brauchen, nicht mehr so können wie früher.

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